Peter-André Alt verfolgt eine verstörende Wanderung: wie das Böse vom gehörnten Teufel zum Bewohner der menschlichen Psyche wurde. Von Franz Moors kalkuliertem Vatermord in Schillers Räubern über Kleists Findling, wo Retter und Vergewaltiger dasselbe Gesicht tragen, bis zu Baudelaires Fleurs du Mal, die Sünde als sinnliches Bedürfnis feiern. Friedrich Schlegels Forderung nach „sorgfältigster Analyse" des Bösen wird hier zum Programm: Die Literatur seziert die Seele, ohne zu heilen.
Das erfahren Sie:
- Warum die Aufklärung das Böse nicht besiegte, sondern verinnerlichte
- Wie Kierkegaards Verführer aus Langeweile zum Zerstörer wird
- Was Adrian Leverkühns Teufelspakt über moderne Kunst verrät
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