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Eine japanische Studie mit 495 Kindern offenbart, was Maryanne Wolf in Proust and the Squid vertieft: Dieselben Gehirne zeigten bei Hiragana 0,2 Prozent Leseschwierigkeiten, bei Kanji 6,9 Prozent. Nicht die Häufigkeit von Legasthenie variiert zwischen Sprachen, sondern ihre Sichtbarkeit. Transparente Orthographien wie Deutsch beseitigen das Problem nicht, sie bringen es zum Schweigen. Eine Metaanalyse aus 58 Studien belegt: 7,13 Prozent bei regelmäßigen, 7,55 Prozent bei unregelmäßigen Schriftsystemen, kein signifikanter Unterschied.
Erkenntnisse:
- Warum Geschwindigkeit mehr verrät als Fehlerquoten
- Wie Buchstabenabstand die Leseleistung messbar verbessert
- Welchen kognitiven Muskel jedes Schriftsystem beansprucht
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