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Menschen in elf Ländern wurden gebeten, wenige Minuten still zu sitzen. Die Hälfte hielt es kaum aus. In einer Folgestudie drückten Probanden freiwillig einen Elektroschock-Knopf, obwohl sie zuvor bezahlt hätten, um genau das zu vermeiden. Die populäre Deutung lautet: Wir fliehen vor unseren Gedanken. Doch die Daten zeigen etwas anderes. Wer einen langweiligen Film sah, drückte häufiger; wer einen traurigen sah, drückte nicht. Nicht Unbehagen treibt uns, sondern Reizarmut.
Das lernst du:
- Warum Langeweile, nicht Trauer, zum Knopfdruck führt
- Wie vier Sekunden Gesprächspause das Zugehörigkeitsgefühl senken
- Welche populären Stille-Mythen der Forschung nicht standhalten
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