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Mingyung Koo und Kollegen belegen in vier Experimenten einen kontraintuitiven Befund: Wer sich vorstellt, ein positives Ereignis wäre nie eingetreten, empfindet mehr Dankbarkeit als jemand, der dessen Existenz beschreibt. Dieser George-Bailey-Effekt, benannt nach dem Protagonisten aus „Ist das Leben nicht schön?", funktioniert über einen einzigen Mechanismus: Überraschung. Das Ereignis verwandelt sich vom erklärten Ergebnis zurück in einen Verzweigungspunkt. Klassisches Listenführen hingegen zeigte in mehreren Studien keinen messbaren Unterschied zur Kontrollgruppe.
Du lernst:
- Warum mentale Subtraktion stärker wirkt als Zählen
- Weshalb vierzehn von sechzehn Teilnehmern die falsche Übung wählten
- Wie Überraschung durch Wiederholung abstumpft
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